Schwimmweste gegen Mailflut

Ja, auch im Homeoffice darf und soll man sich gut um sich kümmern. Etwa wenn es zu oft "Ping" am Bildschirmrand macht. Von einem "Information Overload" reden ExpertInnen inzwischen, dem viele von uns ausgesetzt sind und der belastet. Eine neue Studie aus Deutschland hat sich dem Thema angenommen und wollte wissen: Was macht dieses Ausmaß an Infos mit uns? Und was hilft, damit es uns nicht so stark beeinträchtigt? Ein Plädoyer für eine ordentliche Schwimmweste in der Mailflut!




“Jede und jeder hat auch am Arbeitsplatz die Verantwortung, gut für sich zu sorgen. Und z.B. Mails vielleicht mal für eine halbe Stunde Mails sein zu lassen."

Die Stressforschung hat sich - begründetermaßen - eines neuen Feldes angenommen: Der Informationsflut, der heute viele in ihrem Arbeitsalltag ausgesetzt sind. Und es zeigt sich, dass dieses Übermaß an Informationen, das per Mail auf uns einprasselt, schon auf Platz 4 der 13 größten Stressauslöser im Job rangiert. Platz 4 der Dinge, die uns in unserem Arbeitsleben am meisten stressen, ist laut einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse etwas, das uns die Arbeit eigentlich erleichtern sollte. Und das heißt: Niemand, der über viele E-Mails klagt und sie nicht mehr bewältigen kann, ist unorganisiert, empfindlich oder unfähig, weil er irgendwann den Überblick verliert. Zu viele E-Mails im Job sind schlicht ein echter Stressfaktor.


Aufgaben und Anforderungen im Job verändern sich. Soweit so logisch. Und dieser Informations-Overload ist eine Folge, die auch Folgen hat. Einerseits auf die Arbeit selber, weil man leichter Fehler macht, andererseits auf die Gesundheit, weil Stress bekanntermaßen körperliche Auswirkungen hat. Als ganz besonders belastend empfindet man laut der Studie die Informationsflut übrigens, wenn man gleichzeitig auch noch einem hohen Termindruck ausgesetzt ist, viele Dinge gleichzeitig im Auge behalten muss, man sehr schnell arbeiten muss oder dabei oft unterbrochen und gestört wird.


Daraus besteht eine gute Schwimmweste


Während die einen darauf schwören, Mailprogramme auch mal auszuschalten, wenn sie wirklich konzentriert arbeiten, dürfen sich andere noch in Gelassenheit üben und müssen sich selbst immer wieder dran erinnern, dass nicht jede E-Mail in der Sekunde auch beantwortet werden muss. Und auch die Studie hat Antworten auf die Frage: Was hilft denn nun gegen die Flut? Und zwar folgende: 1. Wer erlebt, dass Arbeit gerecht unter allen aufgeteilt wird, empfindet die Flut als weniger belastend. 2. Auch, wer von Kolleginnen und Kollegen unterstützt wird, kann besser damit umgehen. 3. Dort, wo die Zusammenarbeit von Teams gut funktioniert, empfindet man weniger Info-Overload. 4. Unterstützung von Chefin oder Chef ist wichtig. 5. Ernst genommen und gehört zu werden, wenn man Verbesserungsvorschläge zu den Arbeitsprozessen hat, trägt dazu bei, dass man die Flut als nicht so schlimm erlebt.


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