„Ich bin gaaaaanz eeeeeeeentspannt“

Okay, jetzt mal ehrlich. Wem gelingt es, sich regelmäßig gut zu entspannen? Und wer hätte es gerne öfter? Dieses angenehme Gefühl, wenn man merkt: Die Welt ist in Ordnung. Mein Leben ist in Ordnung. Und selbst wenn grad was nicht passt, dann bringt mich das nicht aus der Ruhe. Mmmh! So schön ist das. So wohltuend. Und auch so gesund!





“Besser entspannt dem Kerzerl beim Brennen zuschauen als wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend hetzen.”

Dass nämlich Stress nicht gesund für den Organismus ist, das ist ein bekannter Hut. Jetzt hat man in einer Studie an der Harvard Medical School in Boston zusätzlich noch herausgefunden: Stress – der sich über einen hohen Cortisolspiegel im Körper zeigt – kann das Hirn sogar schrumpfen lassen. Unser Gedächtnis leidet, wenn wir gestresst und nicht entspannt sind. Frauen dürften davon noch stärker betroffen sein als Männer übrigens. Das Demenzrisiko dürfte sich also erhöhen, wenn wir herumlaufen wie die gescheuchten Hühner; von einem Termin zum nächsten hetzen. Von einer Aufgabe zur nächsten. Und sich in unseren Gedanken alles im Kreis dreht.


Gute Nachrichten von der Forschungsseite gibt es natürlich auch. Entspannungsverfahren wirken zum Beispiel richtig gut bei Migräne. Das zeigen Untersuchungen der Uniklinik Hamburg Eppendorf, bei den man zeigen konnte, dass Migräneattacken seltener vorkommen, wenn man auf regelmäßige Muskelentspannung setzt.


Theorie 1, Praxis 5


Das Blöde an der Sache mit der Entspannung ist das: Theoretisch wissen wir, was uns guttut. Oder guttun könnte. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir es auch wirklich tun. (Und hey, das ist ganz normal, in der Psychologie redet man in solchen Fällen vom „Glücksparadoxon“, weil es eben irgendwie paradox ist, dass wir zwar wissen, was gut ist, es aber trotzdem bleiben lassen). Fakt ist, wir müssen uns überlegen, wie wir zu unserer Entspannung kommen. Erholung und Entspannung, die kommen nicht mehr wie von selber daher.


Dafür sind wir viel zu abgelenkt und beschäftigt. Von „Erholungskompetenz“ reden ForscherInnen inzwischen. Und davon, dass man sich Entspannung und Erholung heutzutage eben aktiv und bewusst in den Alltag einplanen müsse. Also was ist es für dich? Das heiße Bad? Die Runde Joggen? Musikhören? In die Ausstellung gehen? Meditieren? Und Frage zwei: Würde es wirklich so viel Aufwand oder Zeit brauchen, es dir öfter zu gönnen?



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