Schlaf, Schlaf, nur du allein

Es ist einfach soooooo herrlich: richtig ausgeschlafen und wach durch den Tag und durchs Leben zu gehen. Frisch und munter. Leider ist das aber nicht selbstverständlich. Viele von uns tun sich schwer mit dem Einschlafen, wachen in der Nacht manchmal auf und schlafen dann kürzer als ihnen gut tun würde. Manche sagen zwar "Ich brauch nicht viel Schlaf", aber ob das stimmt? Was eine neue Studie über die Schlafdauer jetzt sagt.





“Was kann man für ein gesundes, langes Leben tun? Zum Beispiel etwas sehr Gemütliches: jede Nacht sechs bis acht Stunden schlafen!"

Sechs bis acht Stunden. Wer sechs bis acht Stunden schläft, der lebt am längsten. Das ist jetzt amtlich und zeigt eine umfassende Studie mit 117.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Kanada. Im Laufe von fast acht Jahren hat das Forscherteam die Gruppe begleitet und beobachtet und während dieser Zeit Erkrankungen oder Todesfälle analysiert. Was es rausgefunden hat: Am wenigsten "passiert" ist bei den Menschen mit sechs bis acht Stunden Schlaf. Bei den so genannten KürzerschläferInnen hatte man vermehrt Unfälle, mehr Fälle von Diabetes und Übergewicht registriert, bei den Längerschläfern (also um die neun bis zehn Stunden) eine höhere Sterberaten und ein häufigeres Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Möglicherweise, weil bereits vorliegende Erkrankungen zu einem höheren Schlafbedürfnis geführt haben könnten. Wieviel wir schlafen, ist für unsere Gesundheit also nicht egal.


Schlafmangel ist kein gutes Lifestyle-Accessoire


Mindestens sechs Stunden Schlaf pro Nacht. Für manche ist das ganz normal. Für viele aber nicht. Und wenn nicht ein Baby, das versorgt werden muss, der Grund für eine Phase mit wenig Schlaf ist, dann könnte man sich Gedanken machen, ob man sich vielleicht zu viele Gedanken macht. Allzu oft lassen uns Gedanken an den nächsten Tag, an Aufgaben, die erledigt werden müssen, an Situationen vom vergangenen Tag oder das Durchkauen von Konflikten, die stattgefunden haben, schlecht schlafen oder nicht einschlafen.


Also wie wärs, wenn du diese Gedanken einfach abgeben würdest, bevor du zu Bett gehst? Nein, wir reden da jetzt nicht von esoterischem Hokuspokus, sondern einer Methode, die ganz einfach ist und in einer Untersuchung schöne Erfolge gebracht hat: In Texas hat man die TeilnehmerInnen an einer Studie gebeten, jeden Abend ungefähr eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eine Liste zu schreiben. Eine ganz simple To-Do-Liste, auf der sie festhalten sollten, was sie am nächsten Tag alles machen müssen oder wollen. Und tatsächlich haben die Personen mit der Liste schneller einschlafen können als die Menschen, die diese Anweisung mit der Liste nicht bekommen hatten. Vielleicht magst du das ja auch einmal ausprobieren. Dann hast du deine Vorhaben (natürlich kannst du alles aufschreiben, was dich beschäftigt) ans Papier abgegeben, festgehalten, kannst am nächsten Tag noch einmal draufschauen und vielleicht ja dadurch entspannter (ein)schlafen.


Also wer willst du sein? Die Person, die sich gut um ihren Schlaf und eine ausreichende Anzahl an Schlafstunden kümmert?

Happy Schlafen! Und gute Nacht!

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